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Der Dunlop-Hügel frisst mich auf Drucken
Image Inline Skater aus ganz Deutschland machen mit TNS Frankfurt einen Ausflug zu Europas verrücktestem Inline Rennen und bringen neben vielen Eindrücken zwei Pokale und drei Platzierungen mit nach Hause.

ImageTNS goes! Le Mans

Vom 2. bis zum 3. Juli fand in Le Mans zum sechsten Mal das 24HRollers statt – eine Skate-Veranstaltung ganz in Anlehnung an das legendäre Autorennen. Vom Start in Strümpfen mit den Skates auf der anderen Seite der Boxengasse bis hin zur Schaumweindusche bei der Siegerehrung.

6.000 Skater sind diesmal im Circuit Bugatti angetreten, um nach 24 Stunden die Teams zu küren, die die meisten Runden gefahren sind. Macht 580 Teams und etwa zwei Dutzend Einzelfahrer, die das ganze solo bewältigen wollen.

Geballte TNS-and-Friends-Power

ImageMit von der TNS-Partie waren 54 Skater, die in sechs bunt gewürfelten, spontan zusammengestellten Teams gestartet sind. Bei dem Staffelrennen bestehen Teams aus höchstens zehn Skatern, die frei wählen, wie viele Runden wer wann läuft. Wir haben zusammen in 940 Runden gut 4.100 Kilometer auf den Motodrom-Asphalt gebracht.

Unser Eindruck in Kürze: Die 24 Stunden von Le Mans sind ein Sprintrennen mit Berg. Dort gewinnt, wer mit der richtigen Strategie die beste Ausdauer im Sprinten beweist. Denn es geht darum auf die Bahn zu gehen und bis zum Anschlag gut 4,4 km zu rennen. Kurze Pause und dann schon wieder auf die Bahn...

Bemerkenswert vor allem: Der Anstieg vor der Dunlop-Brücke. 600 Meter mit 3,5 Prozent Steigung. Erst eine kleine Anhebung, dann ein Hügel, dann ein Berg, der mit jeder Runde wächst.

Die Ergebnisse in Zahlen

ImageAm erfolgreichsten waren die TNS Speed Tschixx, die es ja unter die ersten fünf schaffen wollten. Sie erreichten mit durchschnittlich 29,5 km/h den zweiten Platz in der Frauenwertung - vier Runden hinter den - auch deutschen - Siegerinnen, die Niedersachsen Girls. Schnellste „Tschik“ war Nina Mutz. Mit dabei zwei Skaterinnen vom Speed Team Stuttgart, Martina Weyhing und Nadja Wettklo. Die selbst ernannten Speedschnecken haben einen stimmungsvollen Bericht verfasst.

ImageAber auch die Männer vom TNS United Speed Team schafften es mit einer Geschwindigkeit von 32,6 km/h auf einen beachtlichen 16. Platz. Schnellster Läufer hier: Sven Schaal vom Speed Team Stuttgart. Sein Kollege Bernd Gutöhrlein hat in seinem Bericht aufgezeichnet, wie sich das Rennen aus Männer-Team-Sicht anfühlte.

Ebenfalls erfolgreich waren die beiden Veteranen-Teams: Sie belegten in der Kategorie Skater über 40 Jahre Platz Zwei und Drei.

ImageDas zweite Frauen-Team, die Fun Tschixx, haben sich gleichermaßen wacker geschlagen. Sie erreichten in der Damen-Wertung den wirklich guten sechsten Platz. Auch das sechste Team, die All-Stars, brauchen sich nicht zu verstecken. Sie schafften mit nur 7 Stamm-Läufern immerhin 150 Runden. Den TNS-Rundenrekord für 2005 hält übrigens Helmut ‚Emu’ Emmert, der mit 29 Mal am häufigsten antrat.

ImageGesamtsieger wurde zum dritten Mal in Folge das französische Team Levallois, die mit 37 km/h 207 Runden auf die Strecke brachten. Das Bont International Team, das bis dahin führte, wurde kurz vor Ende disqualifiziert. Eine schlussendlich klärende öffentliche Begründung der Federation Francaise de Rollerskating steht noch aus.

Besonderen Respekt verdienen die Solo-Läufer. Der Sieger, ein Franzose aus dem Team SKF bewältigte ganz alleine in den 24 Stunden gut 544 km mit 22 km/h im Schnitt.

Das Fazit der TNS goes! Reisegruppe

Die 24 Stunden von Le Mans sind ein unvergessliches Erlebnis, die Atmosphäre einmalig. Auch wenn der Körper zwischendurch hier und da ein bisschen weh tut – „Du musst den Dunlop-Hügel lieben“, ist der Rat von Nina Mutz.


Verfasser: Edda Vogt

Weitere Berichte:
Rennbericht der Stuttgarter Speedschnecken
Rennbericht von Bernd Gutöhrlein

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