| Team Rollsplitt - 24 h Le Mans 2006 |
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Montag, 3. 7. 2006 Ausgeschlafen und erholt von der sportlichen Leistung verabschieden wir unsere Deutschen Freunde gegen 9 Uhr auf dem Parkplatz vor dem Hotel. Danach haben wir gemütlich Zeit und Ruhe um zu frühstücken – und das bei fast 28° Celsius. OK, Michel drehte schon ein paar Stunden zuvor seine Guten-Morgen-Jogging-Runde. Fertig mit Kalorienbunkern und Michel muss seine Morgen-Dehnübungen weiter machen – am Tisch sitzend natürlich. Beide Beine hinter dem Kopf am Tisch sitzend. OK, wir bleiben lieber unbeweglich und sitzen normal am Tisch. Mit seiner Beweglichkeit hat er uns beeindruckt. Seine Definition über ein Pariserbrot ist ebenso unüblich. Wie ein Schwamm wird das knusprige Brot zu einem undefinierbaren Gebilde zermalmt. Böse Worte erinnern an seinen Job wo das Recycling Material durch Presse und Shredder müssen. Wir sitzen gemütlich draussen auf der Terrasse und plaudern ein bisschen über die Erlebnisse der vergangenen Tage. Was waren die Highlights, was waren die coolen Situationen, was waren die brenzligen Situationen, was war speziell. OK, speziell war sicher, dass ich mich seit diesem Wochenende sogar outete, einem Typ mein Händchen hinzuhalten – oder selber mit Freude nach einer Männerhand griff….. Na ja – dieses Bedürfnis ist aber zum Glück nur für 24 Stunden ausgeprägt vorhanden gewesen und seit 16.00 Uhr wieder verschwunden, und glaubt mir, den anderen Jungs im Team ging es gleich… hihi.. Einzig Christian hatte das Glück, dass sich eine Frau an ihn krallte und ihn niiieee mehr loslassen wollte. Er genoss die Situation extrem und wusste ja nicht einmal wie die Maus aussah, die ihm am Arsch klebte. Mühsam war einfach, wenn ein Mitläufer sich an Deinem Heck einhakte wie ein free-climber am überhängenden Fels. Da konntest Du Deine Arme nur noch als Balance brauchen damit es Dich selber nicht von den Rollen haute. Im Nachhinein erfahren wir auch von einander, dass Mathematik in unterschiedlichster Form angewandt wurde. Rechnungen aller Art wurden angestellt. Wie lang brauche ich bim zum Dunlop-Bogen hoch? Wie viele Runden muss ich in dieser Ablösung noch machen? Wie viel Leistungsreserve habe ich noch? Wie werden meine Muskeln durchhalten nach fast 24 h? Wie schaffe ich die Abfahrt ohne bremsen? Wie fest werden mich meine Blatern und Druckstellen in 10 Stunden behindern? Wie schaffe ich den heartbrake - hill ohne Wasser? Überlebe ich alle meine Ablösungen? Habe ich noch Leistung wenn ich nicht richtig schlafen kann? Diese Liste könnte noch um unzählige Fragen erweitert werden. Unser Bus wurde bestellt auf ca. 10 Uhr. OK – am Mittag war er da… Einladen und abfahren. Zum Glück hatten wir nicht viel Verkehr, aber eine brütende Hitze im unklimatisierten Bus. 34° Celsius begleiteten uns im Bus. 4 Stunden später sind wir am Flughafen. Was beim Hockey und beim Fussball Tatsache ist, das war auch bei der nicht gerade vollsympathischen Einchecktante so: Nulltoleranz beim Gewicht! 20 kg sind 20 kg. OK, umbeigen, abwägen, Handgepäck aufstocken…..so schaffen wir es unsere 20 kg korrekt auf die Waage zu bringen. Einzig Christian hat Übergewicht, ähm… beim Gepäck und muss Gewicht rausnehmen. Diese Tasche muss dann 15 m weiter drüben aufs Band gelegt werden. In der Zwischenzeit hat Christian aber die Herausgenommene Ware wieder brav in die Tasche eingeschleust und finito. Anita und Urs haben ebenfalls unausgeglichene Gepäckstücke und müssen umbeigen. |